Kurpfalz Bären zu stark für die Frauen des TuS Schutterwald

Der Handball-Drittligist leistet sich gegen den amtierenden Staffelsieger aus Ketsch allerdings auch zu viele einfache Fehler. Die erste Niederlage der Saison fällt am Ende etwas zu deutlich aus. Drittes Heimspiel in Folge am Samstag gegen den TSV Wolfschlugen.

Am Ende erwiesen sich die Kurpfalz Bären der TSG Ketsch für die Handballerinnen des TuS Schutterwald als eine Nummer zu groß. Die Ortenauerinnen mussten sich am Sonntag vor heimischem Publikum mit 24:33 (12:15) geschlagen geben. Für den TuS war es die erste Niederlage im dritten Saisonspiel. Gegen den letztjährigen Staffelsieger, der trotz Meisterschaft auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga verzichtet hatte, ging diese auch in Ordnung. „Allerdings ist sie am Ende ein bisschen zu hoch ausgefallen. Ich hätte mir einen engeren Spielverlauf gewünscht“, sagte TuS-Trainer Axel Schmidt nach der Partie etwas enttäuscht.

Pech zu Beginn

Schon in der Anfangsphase lief das Spiel nicht zugunsten der Gastgeberinnen. Gleich dreimal schien der Ball nach einem Fehlwurf der Gäste bereits verloren, doch jedes Mal landete er wieder bei den Ketscherinnen, die ihre zweite Chance nutzten. So geriet Schutterwald früh mit 0:4 (4.) in Rückstand. Das nagte am Nervenkostüm des TuS, der zudem auf Katlyn Reymann (DHB-Lehrgang) und Marie Lipps (privat verhindert) verzichten musste.

Als die Gäste auf 10:4 (15.) davonzogen, deutete vieles auf eine klare Angelegenheit hin. Vor allem Rückraumspielerin Jule Haupt und Kreisläuferin Elena Fabritz bekamen die Schutterwälderinnen nur schwer in den Griff. Auf der anderen Seite gab es kaum ein Durchkommen gegen die Gäste-Abwehr, vor allem der Kreis war gut abgeschirmt. Dennoch kämpften sich die TuS-Spielerinnen wieder in die Partie zurück und verkürzten auf 11:12 (27.). Doch einige unglückliche Aktionen aufseiten der Gastgeberinnen kurz vor der Halbzeit ermöglichten Ketsch noch eine 15:12-Führung zur Pause.

Chance beim 15:16
Auch nach dem Seitenwechsel hielt Schutterwald zunächst den Anschluss. Franka Derr setzte sich mehrfach im Rückraum durch und brachte ihre Mannschaft beim 15:16 (34.) erneut bis auf einen Treffer heran. In dieser Phase bot sich die Chance, das Spiel weiter offen zu gestalten. Stattdessen leisteten sich die Gastgeberinnen mehrere technische Fehler und Fehlpässe, die Ketsch konsequent bestrafte. Binnen weniger Minuten wuchs der Rückstand auf 16:21 (44.) an. „Da hatten wir die Möglichkeit, dranzubleiben, und werfen die Bälle dann einfach weg“, ärgerte sich Schmidt.

Spätestens beim 17:24 (47.) war die Vorentscheidung gefallen. Zwar verkürzte Schutterwald noch einmal auf 20:24 (49.), doch die Kräfte schwanden zunehmend. Während sich die Gastgeberinnen jeden Treffer hart erarbeiten mussten, kamen die Gäste immer wieder zu einfachen Toren und setzten sich Schritt für Schritt weiter ab. Am Ende stand ein verdienter 33:24-Erfolg der Kurpfalz Bären in der Mörburghalle.

„Ketsch ist ohne Zweifel eine starke Mannschaft und nicht unser Gradmesser. Wir haben aber leider zu viele einfache Bälle weggeworfen. Das ist gegen so einen Gegner tödlich“, bilanzierte Schmidt, der mit seinem Team nun am Samstag (17.30 Uhr) im dritten Heimspiel in Folge den TSV Wolfschlugen erwartet.

 

Schutterwald – Kurpfalz Bären 24:33 (12:15)

Schutterwald: Schlund (bis 45.), Griese (ab 46.); Hodapp 1, Seigel 2, Kaufmann 10/4, Greiner, Ehret, Margull 3, Derr 5, Czok 1/1, Luick 2, Braun.

Ketsch: Moormann (n.e.), Wiethoff; Goudarzi 4/1, Teixeira da Silva 3, Soenmez 1, J. Haupt 8, L. Haupt, Hohmann 2, Marmodee 4, Schulz 1, Opitz, Fabritz 9, Engelhardt 1.

Schiedsrichter: Lars Salles/Dominik Salles (Beilstein/Karlsruhe) – Zuschauer: 250.

Zeitstrafen: 4 – 8 Minuten.

 

Quelle: bo.de
Autor: Michaela Quarti
Bild: ©Christoph Breithaupt

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