TuS Schutterwald sichert Klassenerhalt mit Auswärtssieg beim Tabellenführer
Mit einer starken Leistung beim Spitzenreiter TSV Schmiden hat unsere Mannschaft den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg vorzeitig perfekt gemacht. Der 27:24-Auswärtssieg war nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern bedeutete gleichzeitig drei Spieltage vor Saisonende die endgültige Entlastung im Abstiegskampf.
Die Ausgangslage vor der Partie war klar. Schmiden ging als Tabellenführer in das Spiel und hatte eigene Ziele im Aufstiegsrennen. Für uns ging es darum, die letzten Punkte zum sicheren Klassenerhalt zu holen. Zusätzliche Motivation lieferte die Vorschau des Gegners. „Da habe ich mich persönlich angegriffen gefühlt und auch gedacht: Die nehmen uns nicht ernst“, sagte Trainer Julian Seigel. Entsprechend fokussiert und entschlossen trat unsere Mannschaft von Beginn an auf.
In der ersten Hälfte entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Unsere Defensive stand stabil und stellte den Tabellenführer vor Probleme. Schmiden fand nur schwer Lösungen im Angriff, während wir selbst konzentriert agierten und uns zwischenzeitlich einen Vorsprung erarbeiten konnten. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es den Gastgebern, einen Drei-Tore-Rückstand zu drehen und mit einer 13:11-Führung in die Pause zu gehen. Dennoch war bereits zu erkennen, dass wir an diesem Abend auf Augenhöhe agierten und uns gute Chancen ausrechnen konnten.
Der Wendepunkt folgte direkt nach dem Seitenwechsel. Trotz Unterzahl gelang uns unmittelbar der Anschluss zum 12:13, was dem Spiel eine neue Dynamik gab. In der Folge entwickelte sich eine enge und intensive Partie, in der wir zunehmend die Kontrolle übernahmen. Ab dem 14:14 gelang es uns, die Führung zu übernehmen und diese bis zum Ende nicht mehr abzugeben. „Die Mannschaft hat von der Einstellung und dem Kampf alles gegeben“, stellte Seigel zufrieden fest.
Entscheidend war dabei vor allem die defensive Stabilität. In der 6:0-Abwehr gelang es uns, den Angriff des Tabellenführers immer wieder zu unterbrechen und zu einfachen Fehlern zu zwingen. „Schmiden hat nicht den klassischen Schützen, so ist es uns gelungen, sie in der 6:0-Deckung zu halten“, erklärte Seigel. Was dennoch den Weg aufs Tor fand, wurde häufig von unserem Torhüter entschärft. Insgesamt nur 24 Gegentore beim Tabellenführer unterstreichen die Qualität unserer Abwehrarbeit.
In der Schlussphase setzten wir dann die entscheidenden Akzente. Gut fünf Minuten vor Ende bauten wir den Vorsprung auf 24:20 aus und verschafften uns damit eine klare Ausgangsposition. Auch eine folgende Unterzahl brachte uns nicht mehr aus dem Konzept. Im Gegenteil, wir konnten den Vorsprung weiter ausbauen und die Partie frühzeitig entscheiden. Der Endstand von 27:24 spiegelte letztlich die geschlossene Mannschaftsleistung wider.
Mit diesem Sieg ist der Klassenerhalt vorzeitig gesichert. „Den Klassenerhalt in so einem Spiel und dann aus eigener Kraft zu schaffen, war sensationell“, ordnete Seigel die Bedeutung des Erfolgs ein. Gleichzeitig eröffnet sich für uns in den verbleibenden Spielen die Möglichkeit, den Blick in der Tabelle nach oben zu richten.
Bereits am kommenden Samstag steht das Heimspiel gegen die HSG Ettlingen an. In dieser Partie geht es nun darum, die positive Entwicklung fortzusetzen und die Saison mit weiteren guten Leistungen abzuschließen.
Letztes Heimspiel ohne Wirkung auf die Tabelle
Im letzten Heimspiel der Saison mussten sich unsere Drittliga-Handballerinnen dem HC Erlangen mit 31:41 geschlagen geben. Die Niederlage fiel am Ende deutlich aus, hatte jedoch keine Auswirkungen mehr auf die sportliche Situation, da der Klassenerhalt bereits vorzeitig gesichert war. Entsprechend war die Atmosphäre in der Mörburghalle geprägt von einer Mischung aus Abschlussstimmung und Vorfreude auf die anschließende Feier mit den Fans. „Es war heute nicht unser allerschönstes Spiel. Wir hoffen, Ihr könnt uns verzeihen“, sagte Selina Margull nach dem Schlusspfiff.
Von Beginn an fanden wir nur schwer in die Partie. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich, dass die nötige Frische und Konsequenz im Spiel fehlten. Trainer Axel Schmidt bestätigte diesen Eindruck später: „Man hat schon in der Kabine gemerkt, dass kein Dampf mehr drin war.“ Ohne Katlyn Reymann, die bei der Jugendnationalmannschaft im Einsatz war, und nach dem frühen Ausfall von Selina Margull aufgrund von Fußproblemen fehlten wichtige Optionen. Im Angriff häuften sich die Fehler. Bis zur Pause standen 21 Fehlwürfe und sechs Fehlpässe zu Buche, was sich deutlich im Spielstand widerspiegelte. Der HC Erlangen nutzte diese Schwächen konsequent und setzte sich bis zur Halbzeit auf 19:11 ab.
Die entscheidende Phase war damit bereits früh im Spiel erreicht. Während wir im Angriff keine Lösungen fanden, bestimmten die Gäste das Tempo. Vor allem die wurfgewaltigen Rückraumspielerinnen Elena Beck und Hannah Lorz stellten unsere Abwehr immer wieder vor Probleme. Hinzu kam, dass wir in der Rückwärtsbewegung zu langsam waren und das schnelle Umschaltspiel des Gegners nicht unterbinden konnten. „Der Rückstand war natürlich mit 11:19 schon zur Pause zu hoch, um noch etwas bewegen zu können“, ordnete Axel Schmidt die Situation realistisch ein.
Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nur bedingt. Zwar gelangen im Angriff vereinzelt bessere Aktionen, unter anderem durch Elisa Seigel am Kreis, doch insgesamt fehlte die Konstanz, um den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Stattdessen blieb der HC Erlangen spielbestimmend und baute den Vorsprung weiter aus. Bitter war zudem der verletzungsbedingte Ausfall von Anita Sigloch, die nach einer unglücklichen Landung nicht weiterspielen konnte. „Sie hat allerdings selbst das Gefühl, dass nichts gerissen, sondern nur überdehnt sei“, erklärte Schmidt nach dem Spiel.
Nach dem Schlusspfiff rückte das Sportliche schnell in den Hintergrund. Im Rahmen des letzten Heimspiels wurden Vivienne Quennet und Milena Muttach verabschiedet, die beide ihre Karriere verletzungsbedingt beenden müssen. Besonders bei Muttach überwog die emotionale Komponente. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sie dem Verein künftig als Jugendtrainerin erhalten bleibt.
Auch mit Blick auf die kommende Saison wurden erste Weichen gestellt. Mit Dana Hodapp wurde nach Lara Braun ein weiterer Neuzugang vorgestellt. Zudem wird David Körkel nach einjähriger Pause wieder Teil des Trainerteams und künftig als Co-Trainer an der Seite von Axel Schmidt arbeiten.
Zum Abschluss der Saison steht nun noch das Auswärtsspiel beim HCD Gröbenzell an. Unabhängig vom Ergebnis bleibt festzuhalten, dass unsere Mannschaft mit dem vorzeitig gesicherten Klassenerhalt ihr Saisonziel erreicht hat und die Entwicklung in der Liga bestätigt hat.
TuS Schutterwald II lässt im Angriff zu viele Chancen liegen
Unsere zweite Mannschaft musste sich nach der Osterpause in der Handball-Verbandsliga mit 31:38 gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach geschlagen geben und verpasste damit die Chance, sich weiter vom Tabellenkeller abzusetzen. Ausschlaggebend war vor allem die schwache Chancenverwertung im Angriff, die dem Spiel früh eine klare Richtung gab.
Von Beginn an fanden wir nur schwer in die Partie. Gegen die offensive Abwehr der Gäste fehlte es an der nötigen Konsequenz und an klaren Lösungen im Angriffsspiel. Viele Angriffe wurden nicht sauber zu Ende gespielt, sodass sich früh ein Rückstand einstellte. Über 2:6 und 8:15 gerieten wir deutlich ins Hintertreffen, ohne dabei die nötige Stabilität zu entwickeln, um das Spiel wieder enger zu gestalten. Zwar konnte der Rückstand bis zur Pause etwas verkürzt werden, doch mit dem 11:14 war die Ausgangslage weiterhin schwierig. „Wir haben gegen die offensive Abwehr nicht den Mut gefunden und in die Tiefe gespielt“, ordnete Trainer Fabian Huck die erste Hälfte ein.
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst die Möglichkeit, wieder näher heranzukommen. Bei einem Rückstand von drei Toren war die Partie noch offen. In dieser Phase fehlte jedoch die nötige Konsequenz. Zwei vergebene Würfe auf das leere Tor verhinderten eine mögliche Aufholjagd und wirkten sich spürbar auf das Selbstvertrauen aus. In der Folge verlor unsere Mannschaft zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Die Konzentration ließ nach, einfache Fehler häuften sich und die Gäste nutzten die sich bietenden Gelegenheiten konsequent.
Im weiteren Verlauf gelang es nicht mehr, dem Spiel eine Wendung zu geben. Während wir im Angriff weiterhin viele Chancen ungenutzt ließen, zeigte sich die SG Kappelwindeck/Steinbach effizient und nutzte unsere Fehler konsequent aus. Insgesamt blieben zahlreiche Angriffe ohne Torerfolg, sei es durch Fehlwürfe, Ballverluste oder fehlende Abstimmung im Zusammenspiel. „Vor allem der Angriff war eine absolute Katastrophe“, fand Huck deutliche Worte für die Leistung seiner Mannschaft.
So entwickelte sich die Partie im zweiten Durchgang zunehmend zu einer klaren Angelegenheit für die Gäste, die ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen konnten. Am Ende stand eine deutliche 31:38-Niederlage, die vor allem aufgrund der eigenen Fehler zustande kam. Trotz der ordentlichen Phasen in der Defensive gelang es nicht, das Spiel ausgeglichener zu gestalten.
Mit Blick auf die Tabelle bleibt die Situation angespannt. Unsere Mannschaft steckt weiterhin im Abstiegskampf und wird in den kommenden Spielen gefordert sein, insbesondere im Angriff deutlich effizienter zu agieren. „Einer darf uns noch überholen, zwei aber nicht“, brachte Fabian Huck die Lage auf den Punkt.
Bereits am kommenden Samstag steht mit dem Auswärtsspiel bei der SG Ohlsbach/Elgersweier die nächste wichtige Aufgabe an. Dort wird es entscheidend sein, die Fehlerquote zu reduzieren und wieder mit mehr Klarheit und Entschlossenheit aufzutreten, um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln.
Bild: ©Christoph Breithaupt
TuS Schutterwald verpflichtet Fabian Reith für die Linksaußen-Position
Der TuS Schutterwald kann zur kommenden Saison einen weiteren Neuzugang vermelden: Mit Fabian Reith wechselt ein vielversprechendes Talent von der HSG Willstätt-Hanauerland nach Schutterwald.
Der 23-jährige Linksaußen verbrachte seine gesamte handballerische Laufbahn bislang in einem vertrauten Umfeld: Über die Stationen TuS Marlen, SG Marlen/Kehl sowie die HSG Hanauerland führte sein Weg schließlich zur HSG Willstätt-Hanauerland, für die er im Herrenbereich aktiv war. Nun wagt er bewusst den nächsten Schritt:
„Ich möchte einen neuen Schritt gehen, etwas Neues sehen und mich weiterentwickeln. Die Vorstellungen und Möglichkeiten in Schutterwald haben mich direkt angesprochen“, begründet Reith seinen Wechsel.
Auch sportlich bringt der Neuzugang klare Ziele mit: „Ich möchte mich schnell in der neuen Mannschaft etablieren, meine Stärken zeigen und mir Spielpraxis erarbeiten.“
Der sportliche Leiter Marius Oßwald zeigt sich überzeugt vom Transfer:
„Fabian ist ein junger, talentierter Spieler, der perfekt in unser Konzept passt. Wir wollen gezielt junge Spieler individuell weiterentwickeln – genau diesen Weg kann er bei uns gehen.“
Mit der Verpflichtung reagiert der TuS Schutterwald zudem auf den Abgang von Pascal Fleig. „Pascal können wir nicht direkt eins zu eins ersetzen. Wir haben uns aber bewusst für einen jungen und entwicklungsfähigen Spieler mit viel Potenzial entschieden. Darauf ist unser Konzept ausgelegt. Umso mehr freuen wir uns, dass Fabian sich nun für uns entschieden hat.“
Auch abseits der Halle passt Reith gut ins Teamgefüge: In seiner Freizeit ist er – sofern es Handball und Beruf zulassen – gerne mit Freunden unterwegs.
Der TuS Schutterwald heißt Fabian Reith herzlich willkommen und freut sich auf die gemeinsame Zukunft.
Talentierter Linkshänder für den TuS Schutterwald
Fynn Huber, der sich nach einer schweren Knieverletzung noch in Reha befindet, kommt von der HSG Hanauerland.
Mit Fynn Huber bekommt der TuS Schutterwald einen beim TuS Oppenau und der HSG Hanauerland ausgebildeten Linkshänder für die neue Saison, wie der Verein mitteilt. Zurzeit befindet sich der 19-Jährige allerdings in der Reha nach einer schweren Knieverletzung. „Ich hatte schon schwere Verletzungen und musste mich immer wieder zurückkämpfen. Vielleicht war ich in der Vergangenheit zu ehrgeizig und bin zu früh wieder eingestiegen. Deshalb habe ich mich bewusst für eine längere Reha-Zeit entschieden. Ich möchte gesund und fit zurückkommen und dann mit Vollgas an meiner Entwicklung arbeiten“, gibt sich Huber kämpferisch.
Huber, der bald eine Ausbildung zum Industriekaufmann beginnen wird, ist schon länger auf dem Radar des TuS Schutterwald, wie der sportliche Leiter, Marius Oßwald, erklärt: „Ich kenne Fynn noch aus meiner Zeit in Willstätt. Er trainierte bereits mit 17 gelegentlich im damaligen Drittliga-Team mit. Mit seiner Unbekümmertheit und seinem Leistungswillen ist er direkt aufgefallen. Wir waren schon lange in Gesprächen mit ihm, durch seine Verletzung wurde ein Transfer bisher allerdings ausgebremst.“
Wann und in welcher Mannschaft des Vereins der ehemalige Auswahlspieler beginnen wird, ist dabei noch nicht entschieden. „Wir haben die Kaderzugehörigkeit bewusst offengelassen. Es ist Teil unserer neuen Philosophie, die Spieler verstärkt individuell zu fördern. Dabei sollen sie im Trainings- und Spielbetrieb so eingesetzt werden, dass sie sich entsprechend ihrem aktuellen Leistungsstand optimal entwickeln können. Ich finde es klasse, dass Fynn diesen Weg mitgeht und im Zweifel lieber einen Schritt zurückgeht, um dann voll durchzustarten“, freut sich Oßwald über die Einstellung des Neuzugangs.
TuS Schutterwald verstärkt Trainerteam: Yannik Bindner wird neuer Co-Trainer
Der TuS Schutterwald stellt die Weichen für die Zukunft und erweitert sein Trainerteam: Mit Yannik Bindner übernimmt ein echter Schutterwälder die Position des Co-Trainers an der Seite von Fabian Huck in der ersten Herrenmannschaft.
Nach seiner aktiven Spielerkarriere sammelte er bereits erste Erfahrungen an der Seitenlinie, ehe er zuletzt eine rund zweijährige Pause einlegte. Nun kehrt er mit neuer Energie und klaren Vorstellungen zurück:
„Der Wechsel zur ersten Herrenmannschaft ist für mich eine spannende, neue Herausforderung. Ich sehe großes Potenzial im Team und möchte vor allem meine Erfahrung im athletischen Bereich gezielt einbringen“, erklärt Bindner.
Beruflich ist er als Coach tätig und begleitet Menschen dabei, ihre körperliche Leistungsfähigkeit und Gesundheit nachhaltig zu verbessern – ein Know-how, das er nun gezielt in die Mannschaft einbringen möchte. Seine Zielsetzung ist dabei klar formuliert:
„Ich möchte die Mannschaft körperlich und spielerisch auf ein neues Level bringen und gleichzeitig Strukturen schaffen, die die Spieler langfristig besser machen – sowohl individuell als auch im Team. Dafür hat der Verein mit seinem neuen Programm den passenden Rahmen bereits geschaffen.“
Der sportliche Leiter Marius Oßwald zeigt sich sehr zufrieden mit der Zusage von Bindner:
„Yannik ist ein echter TuSler. Er kennt den Verein und hat mit dem ein oder anderen handelnden Akteur selbst zusammengespielt. Er wird keine Eingewöhnungszeit brauchen. Durch seinen beruflichen Background wird er uns im athletischen Bereich einen großen Schritt weiterbringen. Wir freuen uns sehr, dass Yannik sich entschieden hat, uns auf unserem Weg zu unterstützen.“
Auch Bindner selbst blickt voller Vorfreude auf seine neue Aufgabe:
„Das neue Konzept des Vereins finde ich super. Es macht mir unheimlich viel Spaß, junge Talente auf ihrem Weg zu begleiten. Außerdem freue ich mich darauf, mich wieder intensiver in meinem Heimatverein zu engagieren.“
Mit der Verpflichtung von Yannik Bindner stärkt der TuS Schutterwald gezielt seine sportliche Ausrichtung und setzt einen weiteren wichtigen Baustein in der Entwicklung der Mannschaft.
Derby in Meißenheim als nächste Bewährungsprobe
Für uns steht am Donnerstagabend das nächste wichtige Spiel in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg an. Um 20.30 Uhr sind wir beim Tabellenzweiten HTV Meißenheim zu Gast. Die Ausgangslage ist klar. Während die Gastgeber im Aufstiegsrennen stehen, wollen wir unsere zuletzt stabilen Leistungen bestätigen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.
Mit 21:21 Punkten haben wir uns nach schwierigen Wochen wieder gefestigt und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt. Die Entwicklung der vergangenen Wochen stimmt zuversichtlich, auch wenn das Hinspiel gegen Meißenheim noch präsent ist. Damals mussten wir uns deutlich geschlagen geben. „So eine Leistung wie damals können wir uns nicht erneut erlauben. Ich erwarte ein ganz anderes Auftreten, was Einstellung, Motivation und Körpersprache betrifft“, fordert Trainer Julian Seigel im Vorfeld der Partie.
Die Gastgeber gehen mit viel Selbstvertrauen in das Derby. Der HTV Meißenheim hat sich in dieser Saison konstant im oberen Tabellendrittel etabliert und befindet sich weiterhin im Rennen um die Spitzenplätze. Entsprechend klar ist die Zielsetzung des Gegners, auch in diesem Spiel die Punkte zu behalten. „Dass Schutterwald trotz der zwischenzeitlichen Krise Qualität besitzt, stand außer Zweifel. Sie haben zuletzt deutlich gezeigt, allmählich da hinzukommen, wo man es sich selbst vorstellt“, sagt HTV-Trainer Christoph Baumann, der zugleich darauf verweist, dass seine Mannschaft an die Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen möchte.
Für uns wird es darauf ankommen, von Beginn an präsent zu sein und die Fehlerquote niedrig zu halten. Die jüngsten Ergebnisse haben gezeigt, dass wir wieder mehr Stabilität im Spiel haben und als Mannschaft geschlossener auftreten. „Wir sind gefestigter und haben im Team auch eine andere Stimmung was Sicherheit und Spaß betrifft“, beschreibt Seigel die aktuelle Entwicklung. Diese Grundlage gilt es nun auch gegen einen der stärksten Gegner der Liga auf die Platte zu bringen.
Dass es sich um ein Derby handelt, verleiht der Partie zusätzliches Gewicht. Beide Mannschaften kennen sich gut, Überraschungsmomente sind daher selten. Umso mehr wird es auf Details und die Tagesform ankommen. Gleichzeitig ist die Bedeutung der Partie auch tabellarisch nicht zu unterschätzen. „Denn mit zwei Punkten könnten wir uns in Sicherheit bringen“, so Seigel, der trotz der Ausgangslage betont, dass wir mit klarer Zielsetzung nach Meißenheim fahren.
Die Rollen sind vor dem Spiel zwar verteilt, doch die Entwicklung der vergangenen Wochen gibt uns das nötige Selbstvertrauen, um auch in dieser Partie konkurrenzfähig zu sein. Entscheidend wird sein, über die gesamte Spielzeit konzentriert zu agieren und die eigenen Stärken konsequent einzubringen. Dann besteht die Möglichkeit, auch in Meißenheim ein Ergebnis zu erzielen, das uns im weiteren Saisonverlauf weiterhilft.
Chancenverwertung bleibt das entscheidende Thema
Unsere Damen 2 mussten sich im Ortenau-Derby der Landesliga Staffel 6 der SG Scutro mit 16:21 geschlagen geben. Gegen den Titelfavoriten zeigte die ersatzgeschwächte Mannschaft vor allem in der Defensive eine ordentliche Leistung, ließ jedoch im Angriff erneut zu viele Möglichkeiten ungenutzt.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. In den ersten Minuten tasteten sich beide Teams heran und fanden nur schwer in ihren Rhythmus. Nach rund zehn Minuten übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und setzten sich erstmals etwas ab. Über 3:4 und 3:6 baute die SG Scutro ihren Vorsprung bis zur Mitte der ersten Halbzeit auf 4:8 aus. Trotz dieses Rückstands präsentierten wir uns in der Abwehr aufmerksam und engagiert. Immer wieder gelang es, die Angriffe des Gegners zu unterbrechen oder zu verzögern. Zudem zeigte Torhüterin Viktoria Kimmig eine starke Leistung und hielt mit mehreren Paraden den Rückstand in Grenzen. Im Angriff fehlte jedoch die nötige Konsequenz, sodass wir den Abstand nicht weiter verkürzen konnten und mit einem 8:12 in die Pause gingen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst in ähnlichen Bahnen. Wir hielten defensiv dagegen, konnten die sich bietenden Chancen im Angriff aber weiterhin nicht ausreichend nutzen. Dadurch gelang es nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Die Gäste spielten ihre Angriffe geduldig aus und nutzten ihre Möglichkeiten konsequenter. In dieser Phase zeigte sich der Unterschied zwischen beiden Mannschaften vor allem in der Effizienz vor dem Tor.
Die entscheidende Phase folgte ab der 40. Minute. Die SG Scutro erhöhte noch einmal das Tempo und setzte sich beim Stand von 11:18 erstmals deutlicher ab. Dieser Rückstand erwies sich als zu groß, um das Spiel noch einmal zu drehen. Dennoch zeigte unsere Mannschaft Moral und gab sich nicht auf. In der Schlussphase gelang es, das Ergebnis noch etwas zu verbessern und den Rückstand von 13:20 auf 16:21 zu verkürzen.
In der Gesamtbetrachtung war es trotz der Niederlage ein solides Spiel, insbesondere in der Defensive. Gegen einen der stärksten Gegner der Liga konnten wir über weite Strecken mithalten. Entscheidend blieb jedoch erneut die Chancenverwertung, die es nicht zuließ, das Spiel enger zu gestalten oder den Favoriten stärker unter Druck zu setzen. Dieser Aspekt wird auch in der kommenden Trainingsphase im Fokus stehen.
Nach der Osterpause wartet mit dem Auswärtsspiel beim TuS Altenheim am 11. April die nächste wichtige Aufgabe. Dort gilt es, die positiven Ansätze aus der Defensive mitzunehmen und vor allem im Angriff konsequenter abzuschließen, um wieder Punkte einzufahren.
Bild: ©Christoph Breithaupt
Klassenerhalt als Ergebnis einer stabilen Entwicklung
Unsere Damen haben in ihrer ersten Saison nach dem Aufstieg den Klassenerhalt in der 3. Liga Süd vorzeitig gesichert und damit einen wichtigen Schritt für den Verein gemacht. Nach einer insgesamt anspruchsvollen Spielzeit gelang es der Mannschaft, sich in der Liga zu behaupten und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Der Start in die Saison verlief alles andere als einfach. Gleich zu Beginn musste die Mannschaft eine deutliche Niederlage hinnehmen. „Herzlich willkommen!“, erinnerte sich Trainer Axel Schmidt an seine ersten Eindrücke. In einer Phase, in der ein neuer Trainer und mehrere neue Spielerinnen integriert werden mussten, fehlte zunächst die Abstimmung. Hinzu kam eine verkürzte Vorbereitung aufgrund der Aufstiegsspiele, sodass die Mannschaft Zeit benötigte, um sich zu finden.
Im weiteren Verlauf der Saison stellte sich das Team zunehmend besser auf die Anforderungen der Liga ein. Doch gerade in dieser Phase musste die Mannschaft auch Rückschläge verkraften. Mit Vivienne Quennet und Milena Muttach fielen zwei wichtige Spielerinnen aus, die dem ohnehin schmal besetzten Kader nicht mehr zur Verfügung standen. „Da sieht man schon ein bisschen die Felle davonschwimmen“, beschrieb Axel Schmidt die Situation. Dennoch gelang es der Mannschaft, diese Ausfälle im Kollektiv aufzufangen.
Ein entscheidender Faktor war dabei die Entwicklung innerhalb des Teams. „Wir sind während der Saison extrem gereift und ruhig geblieben. Da hat niemand Panik geschoben“, erklärte Selina Margull. Diese Ruhe spiegelte sich auch im Auftreten auf dem Spielfeld wider. Die Mannschaft passte ihr Spielsystem an, setzte verstärkt auf eine stabile Abwehr und ein schnelles Umschaltspiel. „Die haben sich überhaupt keinen Kopf gemacht. Die spielten einfach weiter“, so Schmidt.
Diese Entwicklung mündete schließlich im entscheidenden Erfolg. Mit dem deutlichen Auswärtssieg im Südbaden-Derby bei der SG Kappelwindeck Steinbach gelang nicht nur der erste Auswärtssieg der Saison, sondern auch die vorzeitige Sicherung des Klassenerhalts. „Der Knoten ist endlich auswärts geplatzt“, sagte Axel Schmidt nach dem Spiel. Auch Selina Margull ordnete den Zeitpunkt des Erfolgs ein: „Vielleicht hätte das Spiel schon vor Wochen sein müssen, dann hätten wir wohl auch ein paar Auswärtspunkte mehr. Hauptsache Klassenerhalt.“
Mit dem gesicherten Ligaverbleib richtet sich der Blick nun nach vorne. Die Planungen für die kommende Saison laufen bereits. Mit Laura Braun wird eine neue Spielerin zum Team stoßen, zudem bleibt der bestehende Kader zusammen. Auch Trainer Axel Schmidt hat seine Zusage für eine weitere Spielzeit gegeben. „Es macht mir Spaß. Und ich habe mittlerweile auch verstanden, um was es im Frauenhandball und in der Liga geht“, erklärte er.
Der vorzeitige Klassenerhalt ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklung über die gesamte Saison hinweg. Die Mannschaft hat sich trotz schwieriger Phasen stabilisiert und die notwendigen Punkte gesammelt. Nun gilt es, diese Basis zu nutzen und die nächsten Schritte in der sportlichen Entwicklung zu gehen.
Klassenerhalt perfekt gemacht
Unsere Damen haben sich am Sonntag in beeindruckender Weise den Klassenerhalt in der 3. Liga Süd gesichert. Mit einem deutlichen 33:26-Auswärtssieg im Südbaden-Derby bei der SG Kappelwindeck/Steinbach belohnten wir uns nicht nur mit zwei Punkten, sondern auch mit dem ersten Auswärtserfolg der Saison. Damit ist das Saisonziel bereits vorzeitig erreicht.
Vor rund 550 Zuschauern in der Sportschule Steinbach übernahmen wir von Beginn an die Kontrolle über das Spiel. Gestützt auf eine stabile Abwehrarbeit und eine konzentrierte Chancenverwertung konnten wir uns früh absetzen. Beim 10:6 hatten wir uns bereits einen ersten Vorsprung erarbeitet, den wir im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit behaupteten. Auch im Tempospiel fanden wir immer wieder gute Lösungen und nutzten die sich bietenden Räume konsequent. Zur Pause führten wir mit 18:14, wobei sich bereits abzeichnete, dass wir an diesem Tag auf alle Situationen die passende Antwort parat hatten.
„Wir waren gut vorbereitet und hatten auf alles eine Antwort. Die Mannschaft hat die Vorgaben auch sehr gut umgesetzt“, lobte Trainer Axel Schmidt die Leistung seines Teams. Tatsächlich gelang es uns, das Spiel über weite Strecken zu kontrollieren und den Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Die Gastgeberinnen fanden kaum Mittel gegen unsere kompakte Defensive, hinter der auch unsere Torhüterinnen immer wieder wichtige Akzente setzen konnten.
Die entscheidende Phase folgte unmittelbar nach der Pause. Mit einem konzentrierten Start in die zweite Hälfte bauten wir den Vorsprung schnell weiter aus. Bereits nach wenigen Minuten hatten wir uns auf 21:14 abgesetzt und sorgten damit früh für klare Verhältnisse. Spätestens beim 25:15 war das Spiel vorentschieden. Unsere Mannschaft spielte weiterhin diszipliniert, nutzte die sich bietenden Chancen und ließ keinen Zweifel daran, dass die Punkte an diesem Tag mit nach Schutterwald gehen würden.
In der Schlussphase nahmen wir etwas Tempo aus dem Spiel, ohne jedoch die Kontrolle zu verlieren. Die Gastgeberinnen konnten den Rückstand noch etwas verkürzen, am souveränen 33:26-Erfolg änderte dies jedoch nichts mehr. „Der Knoten ist endlich auswärts geplatzt. Wir sind überglücklich, jetzt darf die Mannschaft feiern“, sagte Axel Schmidt nach dem Spiel und brachte damit die Erleichterung im Team auf den Punkt. Ergänzend betonte er: „Ich bin Gott froh, dass es nun nicht mehr auf die letzten beiden Spiele ankommt.“
Mit diesem Sieg haben wir den Klassenerhalt vorzeitig gesichert und uns eine komfortable Ausgangssituation für die verbleibenden Spiele geschaffen. Gleichzeitig war es ein weiterer Beleg für die Entwicklung der Mannschaft, die sich insbesondere in den vergangenen Wochen stabil präsentiert hat. Nun können wir die letzten beiden Saisonspiele ohne den Druck des Abstiegskampfes angehen. Am 12. April empfangen wir den HC Erlangen in der Mörburghalle, ehe am 18. April das abschließende Auswärtsspiel beim HCD Gröbenzell ansteht.
Bild: ©Peter Münnich










