Letztes Heimspiel ohne Wirkung auf die Tabelle

Im letzten Heimspiel der Saison mussten sich unsere Drittliga-Handballerinnen dem HC Erlangen mit 31:41 geschlagen geben. Die Niederlage fiel am Ende deutlich aus, hatte jedoch keine Auswirkungen mehr auf die sportliche Situation, da der Klassenerhalt bereits vorzeitig gesichert war. Entsprechend war die Atmosphäre in der Mörburghalle geprägt von einer Mischung aus Abschlussstimmung und Vorfreude auf die anschließende Feier mit den Fans. „Es war heute nicht unser allerschönstes Spiel. Wir hoffen, Ihr könnt uns verzeihen“, sagte Selina Margull nach dem Schlusspfiff.

Von Beginn an fanden wir nur schwer in die Partie. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich, dass die nötige Frische und Konsequenz im Spiel fehlten. Trainer Axel Schmidt bestätigte diesen Eindruck später: „Man hat schon in der Kabine gemerkt, dass kein Dampf mehr drin war.“ Ohne Katlyn Reymann, die bei der Jugendnationalmannschaft im Einsatz war, und nach dem frühen Ausfall von Selina Margull aufgrund von Fußproblemen fehlten wichtige Optionen. Im Angriff häuften sich die Fehler. Bis zur Pause standen 21 Fehlwürfe und sechs Fehlpässe zu Buche, was sich deutlich im Spielstand widerspiegelte. Der HC Erlangen nutzte diese Schwächen konsequent und setzte sich bis zur Halbzeit auf 19:11 ab.

Die entscheidende Phase war damit bereits früh im Spiel erreicht. Während wir im Angriff keine Lösungen fanden, bestimmten die Gäste das Tempo. Vor allem die wurfgewaltigen Rückraumspielerinnen Elena Beck und Hannah Lorz stellten unsere Abwehr immer wieder vor Probleme. Hinzu kam, dass wir in der Rückwärtsbewegung zu langsam waren und das schnelle Umschaltspiel des Gegners nicht unterbinden konnten. „Der Rückstand war natürlich mit 11:19 schon zur Pause zu hoch, um noch etwas bewegen zu können“, ordnete Axel Schmidt die Situation realistisch ein.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nur bedingt. Zwar gelangen im Angriff vereinzelt bessere Aktionen, unter anderem durch Elisa Seigel am Kreis, doch insgesamt fehlte die Konstanz, um den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Stattdessen blieb der HC Erlangen spielbestimmend und baute den Vorsprung weiter aus. Bitter war zudem der verletzungsbedingte Ausfall von Anita Sigloch, die nach einer unglücklichen Landung nicht weiterspielen konnte. „Sie hat allerdings selbst das Gefühl, dass nichts gerissen, sondern nur überdehnt sei“, erklärte Schmidt nach dem Spiel.

Nach dem Schlusspfiff rückte das Sportliche schnell in den Hintergrund. Im Rahmen des letzten Heimspiels wurden Vivienne Quennet und Milena Muttach verabschiedet, die beide ihre Karriere verletzungsbedingt beenden müssen. Besonders bei Muttach überwog die emotionale Komponente. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sie dem Verein künftig als Jugendtrainerin erhalten bleibt.

Auch mit Blick auf die kommende Saison wurden erste Weichen gestellt. Mit Dana Hodapp wurde nach Lara Braun ein weiterer Neuzugang vorgestellt. Zudem wird David Körkel nach einjähriger Pause wieder Teil des Trainerteams und künftig als Co-Trainer an der Seite von Axel Schmidt arbeiten.

Zum Abschluss der Saison steht nun noch das Auswärtsspiel beim HCD Gröbenzell an. Unabhängig vom Ergebnis bleibt festzuhalten, dass unsere Mannschaft mit dem vorzeitig gesicherten Klassenerhalt ihr Saisonziel erreicht hat und die Entwicklung in der Liga bestätigt hat.

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