Axel Schmidt pfeift auf Prognosen

Der Trainer des TuS Schutterwald setzt beim Handball-Drittligisten auf die Weiterentwicklung seines Teams und will zum Auftakt am Samstag bei Göppingen II gleich ein Ausrufezeichen sehen.

Den Handballerinnen des TuS Schutterwald kommt die Ehre zuteil, am Samstag um 16 Uhr bei Frisch Auf Göppingen II die Saison in der 3. Liga Süd zu eröffnen. „Wir sind bereit“, sagt TuS-Coach Axel Schmidt. Gleichzeitig räumt er ein, dass er über den ersten Gegner der Runde nur wenig weiß: „Weil ich mich im neuen Datensystem Handball360 nicht registrieren konnte, fehlen mir Informationen.“

Sicher ist allerdings, dass die Gastgeberinnen als Bundesliga-Reserve eine technisch starke und hervorragend ausgebildete Mannschaft aufs Feld schicken werden. Zudem dürfte der Aufsteiger, der in der Regionalliga mit sechs Minuspunkten Meister geworden ist, voraussichtlich auf zahlreiche Talente aus dem Kader der Jugend-Bundesliga zurückgreifen können.

Sehr wohl kennt Axel Schmidt dagegen die Spielstätte. Zu Zeiten, als die EWS-Arena noch Hohenstaufenhalle hieß, lief er dort selbst unzählige Male auf und verbindet mit der Halle viele positive Erinnerungen. „Es war immer cool, dort zu spielen. Da herrschte stets eine Wahnsinnsstimmung“, erinnert sich der Schutterwälder Trainer.

Wenn normalerweise die Männer-Bundesligamannschaft von Frisch Auf aufläuft, strömen bis zu 5500 Zuschauer in die modernisierte Arena. Bei einer Partie der 3. Frauen-Liga dürfte die Kulisse am Samstag deutlich bescheidener ausfallen. Der Vorfreude auf den Saisonauftakt tut das jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Am Donnerstagabend konnte Schmidt erstmals seit längerer Zeit wieder ein nahezu vollzähliges Team im Training begrüßen und freute sich: „Pünktlich zum ersten Spiel sind wir fast komplett.“ Zuletzt hatten sich Franka Derr, Laura Braun und Dana Hodapp noch im Urlaub befunden. Hodapp wird auch beim Saisonauftakt noch fehlen.

Entsprechend optimistisch tritt der TuS die Reise unter den Hohenstaufen an. Nach einer vergangenen Saison, in der auswärts lediglich ein Sieg gelang und teilweise deutliche Niederlagen hingenommen werden mussten, soll die Schwäche in fremden Hallen möglichst schnell der Vergangenheit angehören. „Die Mädels waren am Montag mit meinem Vorschlag einverstanden“, sagt Schmidt mit einem Schmunzeln und meint damit das Ziel, auswärts selbstbewusster aufzutreten. „Die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht. Das wollen wir in Göppingen gleich zeigen.“

Vor allem im Tempospiel sieht der Trainer Fortschritte. Zudem sei sein Team aggressiver und entschlossener geworden. Eigenschaften, die dabei helfen sollen, sich frühzeitig von den hinteren Tabellenregionen fernzuhalten. Dass die Schutterwälderinnen in vielen Prognosen eher zu den Abstiegskandidaten gezählt werden, lässt Schmidt ohnehin kalt. „Papier ist geduldig. Und auf dieses Geschwätz gebe ich nichts“, sagt er und stärkt seiner Mannschaft damit unmittelbar vor dem Saisonstart den Rücken.

 

Quelle: bo.de
Autor: Michaela Quarti
Bild: ©Peter Münnich

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