TuS Schutterwald muss eine Reaktion zeigen
Der Handball-Oberligist spielt am Samstag beim TV Hardheim. Sorgen auf der halblinken Position. Veränderung auf der Bank.
Beim TuS Schutterwald (4:2 Punkte) rätseln sie noch immer, wie das letzte Heimspiel gegen den TSV Knielingen mit 22:24 verloren gehen konnte. „Es ist mir nach wie vor unverständlich, dass wir aus so einer guten Abwehr heraus keine Sicherheit im Angriff bekommen haben“, sagt Fabian Huck, der Coach des Handball-Oberligisten. Schon am Samstag (19.30 Uhr) beim TV Hardheim (4:2 Punkte) ist Besserung angesagt.
„Es geht darum, dass wir wieder Ruhe und Klarheit in unser Spiel bekommen. Jedem muss bewusst sein, wo er hinlaufen muss“, ist die Forderung des Trainers, zumal der TV Hardheim, vergangene Saison in der Parallel-Staffel unterwegs, zuletzt mit einem 30:24-Erfolg in Viernheim überraschen konnte. „Da haben sie ein richtig gutes Spiel gemacht“, zeigte sich Huck vor allem von der 6:0-Abwehr mit guten Torhütern beeindruckt. „Da brauchen wir viel Bewegung im Rückraum, viele Kreuzungen, und wir müssen auch den Kreisläufer mitnehmen“, so der TuS-Coach. Vor allem müssen aber auch die Chancen verwertet werden – ein großes Manko gegen Knielingen genau wie das fehlende Tempospiel. „Das Umschaltspiel muss deutlich besser werden, das war im Grunde nicht existent“, so Huck im Nachgang zur Heimniederlage.
Auch personell musste der TuS einen herben Rückschlag verkraften. Rückraumspieler Lasse Meier schied Mitte der zweiten Hälfte aus. Noch steht die endgültige Diagnose aus, doch der Verdacht auf Kreuzbandriss erhärtet sich. Erschwerend kommt hinzu, dass mit Daniel Heppner ein weiterer Halblinker derzeit eine ziemlich angeschwollene Hand hat und schon gegen Knielingen nicht eingesetzt werden konnte. „Es ist nichts gebrochen, aber der Druckschmerz und die Schwellung sind nach wie vor vorhanden“, berichtet Huck und ist auch für das Hardheim-Spiel eher pessimistisch: „Wenn er uns nicht weiterhelfen kann, macht ein Einsatz wenig Sinn.“
Das Trainerteam ist so gezwungen, über taktische Veränderungen nachzudenken. Da mit Luca Haß ein weiterer Kreisläufer im Kader bleiben wird, „der uns auch in der Abwehr sehr helfen wird“ (Huck), wäre auch ein Spiel mit zwei Kreisläufern eine Option. „Mal schauen, was wir mit unserem Spielermaterial machen können“, so Huck, der die Verantwortung für das Spiel in Hardheim aber in andere Hände legt. Weil Co-Trainer Yannik Bindner heiratet und er Hochzeitsgast ist, wollte der TuS schon vor der Saison die Partie verlegen, konnte sich mit Hardheim allerdings nicht auf einen anderen Termin einigen. Deshalb werden am Samstag Sportvorstand Julian Seigel, der vergangene Saison als Interimscoach die Wende schaffte, sowie Präsident Manfred Derr coachen.
Quelle: bo.de
Autor: Michaela Quarti
Bild: ©Peter Muennich
