Frauen des TuS Schutterwald auf Kante genäht zum TSV Haunstetten
Verletzungen und Krankheiten sorgen für Sorgenfalten, doch die Drittliga-Handballerinnen aus der Ortenau reisen mit dem festen Ziel an, im Augsburger Stadtteil zu punkten.
Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Schutterwald (8. Platz/3:5 Punkte) stehen vor einer echten Bewährungsprobe. Am Samstag (18 Uhr) gastiert die Mannschaft von Trainer Axel Schmidt beim TSV Haunstetten (7./4:4). Nach den Heimniederlagen gegen die beiden Spitzenteams TSV Wolfschlugen und Kurpfalz Bären wollen die Schutterwälderinnen wieder punkten.
Doch die personelle Lage sorgt derzeit für große Sorgenfalten. Katlyn Reymann und Laura Braun laufen erneut für die SG Ettenheim/Altdorf in der A-Jugend-Bundesliga auf. Hinzu kommt eine Reihe angeschlagener Spielerinnen. Franka Derr knickte zuletzt gegen Wolfschlugen um und hat einen stark geschwollenen Fuß. Nele Zapf liegt krank im Bett, Selina Margull plagen massive Schulterprobleme und Elisa Seigel Knieprobleme.
Die Situation ist so angespannt, dass Schmidt das Mittwochstraining kurzerhand absagte. „Wir wären nur zu fünft gewesen“, berichtet der Trainer und fügt mit einer Portion Galgenhumor an: „Aktuell ist die Apotheke mit Ibuprofen der größte Profiteur.“
Trotz der vielen Ausfälle fährt Schutterwald nicht chancenlos nach Augsburg. „In Haunstetten würde ich gerne was mitnehmen“, sagt der TuS-Trainer. Die Erinnerung an die vergangene Saison schmerzt aber noch immer. Damals lag Schutterwald im Augsburger Stadtteil bereits mit sechs Treffern vorne und musste sich am Ende dennoch geschlagen geben.
Wie stark der TSV Haunstetten in dieser Saison tatsächlich einzuschätzen ist, lässt sich nach den ersten Saisonwochen allerdings nur schwer beurteilen. Die beiden bisherigen Siege gelangen gegen Aufsteiger TSG Haßloch (26:19) und bei der SG Schozach-Bottwartal (23:21). Beide Teams warten allerdings noch auf ihren ersten Punktgewinn und bilden aktuell das Tabellenende.
Für den TuS Schutterwald wird es daher vor allem darauf ankommen, die personellen Rückschläge wegzustecken. Punkte wären angesichts der Rahmenbedingungen keine Selbstverständlichkeit, dafür aber ein wichtiges Signal im Kampf um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld.
Quelle: bo.de
Autor: Michaela Quarti
Bild: ©Christoph Breithaupt
