Der TuS Schutterwald steht sich selbst im Weg

Unnötige 26:28-Heimniederlage des Oberligisten gegen den TSB Schwäbisch Gmünd. Gäste-Torwart Daniel Mühleisen warm geschossen. Nach wie vor fehlt die Konstanz bei den Ortenauern.

Es bleibt die ewige Frage: War der Torwart so gut? Oder waren die Schützen so schlecht? Klar war am Samstag indes die Statistik: Über 20 Würfe hielt Daniel Mühleisen im Tor des TSB Schwäbisch Gmünd und entschärfte damit über 50 Prozent der Würfe, die auf sein Tor kamen. Zu viel für den TuS Schutterwald, der sich so im Oberliga-Duell zu Hause mit 26:28 (13:11) geschlagen geben musste, und Nico Baumann etwas frustriert zurückließ. ,,Ich kann den Spielern vieles mit auf den Weg geben, aber werfen müssen sie schon selbst“, raufte sich der TuS-Coach die Haare.Es war eine Niederlage der Kategorie ,,unnötig“. In dieser Saison waren schon stärkere Mannschaften in der Mörburghalle, doch die Schutterwälder machten in der Summe zu viele Fehler. Das Schlimme dabei: Es sind die individuellen Unzulänglichkeiten, die nur schwer in den Griff zu bekommen sind.

Erstes Tor nach sechs Minuten
Die Gastgeber kamen schon schlecht in die Partie, benötigten bis Minute 6:29, ehe Michael Herzog mit dem 1:2 das erste TuS-Tor erzielen konnte. Vier Fehlwürfe und ein technischer Fehler war zu diesem Zeitpunkt schon zu verzeichnen. Die Gäste zogen danach auf drei Tore weg, doch als der TuS aus einem 7:8 (19.) ein 10:8 (21.) machte, schien man sich freigespielt zu haben. Auch zur Pause hatte der Zwei-Tore-Vorsprung Bestand (13:11).

14:11 und dann 15:18
Halbzeit zwei begann aber gleich wieder schlecht. Ein Tempogegenstoß wurde vergeben, Christoph Baumann erhöhte zwar danach auf 14:11 (32.), doch dann war der Spielfluss auf einmal komplett weg. Reihenweise wurden Chancen ausgelassen oder der Ball ins Aus befördert – plötzlich hieß es 15:18 (38.). Nach einer Auszeit kam der TuS zwar wieder ran, ging beim 20:19 (46) auch wieder in Führung, doch die Gäste um den überragender Shooter Nicola Rascher nutzten nun die Fehler des TuS wieder gnadenlos aus und verschufen sich beim 23:26 (54.) den entscheidenden Vorsprung. Bei den TuS-Akteuren schwand der Glaube an die Wende, zumal sich unter Druck die Fehler wieder häuften. So wurden in der zweiten Hälfte gleich drei Tempogegenstöße verworfen.

Gäste mit einem Lauf
Der 28:26-Erfolg von Schwäbisch Gmünd war für die Gäste schließlich der sechste Sieg aus ihren vergangenen acht Partien. ,,Die haben einen Lauf und deshalb gewinnen sie dann auch solche Spiele“, so Baumann, dem die mangelnde Konstanz seiner Akteure Sorgen bereitet. ,,Wir decken grundsätzlich nicht schlecht, aber dann bekommen wir die einfachen Tore aus zehn Metern. Und vorne werfen wir leider immer wieder Bälle weg“, ärgert er sich.

Mit 7:13 Punkten hängt der TuS Schutterwald jetzt erst mal in der unteren Tabellenhälfte fest und muss am Samstag bei der SG Herrenberg antreten. Hierzu setzt der TuS einen Fanbus ein, Abfahrt ist um 16.45 Uhr, Anmeldungen nimmt Raimund Bindner entgegen.

Schutterwald – Schwäbisch Gmünd 26:28 (13:11)
Schutterwald: Weber (n.e.), Herrmann; Wöhrle 3, T. Heuberger 2, Langenbacher, Hug 1, Heppner 3, K. Heuberger 1, Fahner 1, Zipf 2, Baumann 5, Herzog 5/4, Harter 3, Oesterle.
Schwäbisch Gmünd: D. Mühleisen, Fabian (ein 7-m); St. Mühleisen 3, Bächle, Schwenk 5, Abt 2, M. Rascher 4/2. Waibel, N. Rascher 9, Fröhlich, Zimmermann 1, Petersen, Schwenk, Peißner, Watzl 4, Pick.

 

Quelle: handball.bo.de
Autor: Michaela Quarti
Bild: Christoph Breithaupt
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